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Der Gebetskreis Lebendiger Rosenkranz stellt sich Ihnen vor.

Herzlichst Willkommen.

 

Fatima Erscheinung 1917

Papst Benedikt XVI. sagte: Tatsächlich verbindet der Rosenkranz uns mit diesem Urwissen, dass Wiederholung zum Beten, zur Meditation gehört, dass das Wiederholen eine Weise des Einschwingens in den Rhythmus der Ruhe beteutet. Täglich 5 Minuten in Ruhe und Meditation vor Gott vereilen von klein bis groß von jung bis alt zuhause,allein oder in Gemeinschaft. Wann Sie wollen und wie Sie wollen! Gebetskreis Lebendiger Rosenkranz Das rosenkranzgebet ist ein sehr wirksames Mittel,um durch die HL.Jungfrau Hilfe in aller Bedrägnis und Not zu erreichen:  Lesen Sie einige Zeugnisse: Eine Familie, die durch Unstimmigkeiten im Begriff war,sich aufzulösen, fand zu Harmonie und Frieden zurück, dank dem täglichen Rosenkranzgebet.  Eine Tochter war verzweifelt und hatte Selbstmordgedanken. Durch das beharrliche Rosenkranzgebebet ihrer Mutter wurde sie davon befreit.  Der Rosenkranz war das Lielingsgebet von Papst Johannes Paul II. Von Kindheit an war er Mitglied der Gebetsgemeinschatt des Lebendigen Rosenkranzes.  Bitte, beten Sie mit beim Lebendigen Rosenkranz die Mutter Gottes freut sich auf jeden von uns! Helfen Sie bitte mit, dass das Rosenkranzgebet in den Städten und Dörfern wieder mehr gebetet wird. Weitere Information und Betreuung durch :::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::Schmid Franz Georg

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   Marianischer Erholungsgarten Otzing


:::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::

Entstehungsgeschichte des Lebendigen Rosenkranzes.

Pauline Jaricot, die Gründerin des Lebendigen

Rosenkranzes

 

"Herr, du hast Pauline-Marie Jaricot dazu bewegt, das Werk der

Glaubensverbreitung und den Lebendigen Rosenkranz ins Leben

zu rufen und sich ganz für die Anliegen der Arbeiter einzusetzen.

Führe den Tag herbei, an dem die Kirche ihr heiligmäßiges Leben

feiern kann."

 

Von den drei Gründungen, die in diesem Gebet um die

Seligsprechung dieser um die Kirche so verdienten Frau genannt

werden, soll für dieses Büchlein aus vielen Lebensbeschreibungen

das zusammengetragen werden, was den Lebendigen Rosenkranz

betrifft.

 

 

Familie und Kindheit

 

Der Vater von Pauline, Anton Jaricot, war das dreizehnte Kind

eines Winzers in Soucieu, einem kleinen Dorf südwestlich von

Lyon, der heutigen Großstadt an der Mündung der Saone in die

Rhone. Um den ärmlichen Haushalt zu entlasten, zog er im Alter

von vierzehn Jahren nach Lyon. Dort verdiente er seinen

Lebensunterhalt als Lehrling in einer Seidenfabrik. Seiner

religiösen Erziehung gemäß lebend, ging er täglich um vier Uhr

morgens zur heiligen Messe in der Kirche der Franziskaner. Sein

Lehrherr war mit seinen Leistungen so zufrieden, dass er ihn nach

einigen Jahren zu seinem Teilhaber machte. Mit

siebenundzwanzig Jahren lernte er seine spätere Frau Johanna

Lattier kennen, bezeichnend für ihn, bei der damals in der

Fastenzeit üblichen Kreuzwegprozession. Sie wurde ihm eine gute

Hilfe bei der Gründung eines eigenen Geschäfts. Den Wirren der

Französischen Revolution von 1789, die in Lyon besonders

grausam wütete, entkam die Familie glücklicherweise durch die

Flucht in das Heimatdorf Soucieu. nachdem in der Stadt wieder

Ruhe eingekehrt war, nahm die Seidenindustrie einen enormen

Aufschwung, der auch der Familie Jaricot zugutekam.

Am 21. Juni 1799 \wurde als jüngstes von sieben Kindern Pauline Marie

geboren. Sie erlebte eine glückliche Kindheit und Jugend.

Die Familie Jaricot gehörte zu den angesehensten Kreisen der

Stadt. Pauline war ein hübsches Mädchen, das sich gerne alle

Schmeicheleien gefallen ließ. Dieses sorglose Leben wurde allerdings

für einige Zeit getrübt durch einen Unfall. Sie war von

einem Schemel gestürzt. Der Schock war so stark, dass man um ihr

Leben fürchten musste. Ihre Mutter pflegte sie so aufopfernd, dass

sie einige Wochen darauf verstarb. Nachdem Pauline wieder

gesundgeworden war, konnte sie kaum das Trauerjahr abwarten,

bis sie sich wieder in das bewegte Leben stürzen konnte.

 

 

Bekehrung

 

Dieses Leben erfuhr eine jähe Wende. Sie war damals

siebzehn Jahre alt. In den Fastenpredigten sprach der

fromme Kaplan Würtz einmal über die Eitelkeit. Diese Predigt

hat Pauline bis ins Herz getroffen. Sie kam in die Sakristei und

offenbarte dem Priester ihre Betroffenheit. Seine Antwort hat ihr

Leben verändert: "Für manche Frauen besteht die Eitelkeit in der

Liebe zu dem, was das Herz gefesselt hält, während Gott es zu

Höherem berufen hat." Pauline hat verstanden. Sie hat um die

Lossprechung in der Beichte gebeten. Jetzt waren die Ketten

gesprengt, die sie an das eitle Leben gefesselt hatten.

 

Von jetzt an wollte sie ganz für Gott leben. Kaplan Würtz wurde

ihr Seelenführer. In der Christnacht 1816 legte sie in der berühmten

Wallfahrtskirche Notre Dame de Fourviere - hoch über der

Stadt - das Gelübde der Jungfräulichkeit ab. Auch schloss sie sich

der in der Kirche Samt Nizier neu gegründeten Rosenkranzbruderschaft

an. Am Vorabend des Palmsonntags 1817 vollzog sie

den feierlichen Aufopferungsakt zu Füßen der schönen Statue in

der Seitenkapelle dieser Kirche, die Unserer Lieben Frau von der

Gnade geweiht ist.

 

Die selige Freude, die sie jetzt beglückte, strahlte auch auf ihre

Umgebung aus. In ihr Tagebuch schrieb sie: "Indem die Gnade

mich für alle Weltdinge unempfänglich machte, drängte sie mich,

den Ausfluss der Liebe über den Nächsten auszugießen." Die Zeit,

die sie früher für ihre Garderobe verwendete, widmete sie jetzt

dem Dienst an Armen und Kranken.

 

Besonders am Herzen lag ihr auch die Sorge um die

moralisch gefährdeten Mädchen in den Fabriken. Viele Stunden

verbrachte sie mit ihnen, um ihnen den Sinn ihres Lebens zu

erschließen. Die Gespräche führten zur Gründung des Herz-Jesu-Sühnewerks.

In ihr Tagebuch schrieb sie: "Ich suchte Gehilfen,

die dem göttlichen Herzen Jesu, dessen Liebe mit dem Undank

vieler Menschen belohnt wird, mit mir Abbitte leisten. Die

schlichten, frommen Mädchen, zu denen ich öfter vom guten

Heiland sprach, nehmen bereitwillig meinen Vorschlag an, das

verkannte und verachtete Herz Jesu zu versöhnen." Zusammen

mit diesen Mädchen entwickelte sie einen wahrhaft apostolischen

Eifer.

 

 

Das Werk der Glaubensverbreitung

 

Dieser apostolische Eifer galt auch den Menschen, die Christus

noch nicht kennen gelernt haben. Schon als Kind hatte sie und ihr

Bruder Phileas von einem Leben als Missionar geträumt. Damals

hatte Phileas gesagt: "Du Arme, Du kannst nicht Missionar werden.

Aber Du wirst der Rechen, der Geld sammelt, das Du mir

schenkst." Jetzt, wo sich Phileas in Paris auf den Einsatz in der

Mission vorbereitete, sollte sich diese Vision erfüllen. Pauline

hatte erfahren, dass man in England mit kleinen Geldbeträgen die

Missionare unterstützte. Ihr kam eines Abends, als der Vater und

die Geschwister Karten spielten, während sie vom Kamin aus

zuschaute, plötzlich der bahnbrechende Gedanke, das

Einsammeln des Geldes zu organisieren. Sie hat ihn sogleich auf

die Rückseite einer Karte geschrieben. Unter den Mitgliedern des

Herz-Jesu-Sühnewerks hat sie Helfer gefunden, die wöchentlich

einen kleinen Geldbetrag von den Spendern abholten, nach dem

Motto: "Ein Sou (heute etwa drei Cents) und ein Vaterunser für

die Ausbreitung des Glaubens." Zehn dieser Helfer hatten das

Geld weiterzugeben an jemanden, der für hundert Spender

zuständig war. Dieser wiederum hatte das Geld weiterzuleiten

an eine Zentralstelle, der somit tausend Mitglieder

unterstanden. Als hätte die Welt auf diese so einfache Methode

gewartet, hat sich das Werk der Glaubensverbreitung mit

überraschender Schnelligkeit eingebürgert. Papst Pius VII. hat es

mit Freude gesegnet. Es ist bis heute lebendig 1m

Internationalen Katholischen Hilfswerk "Missio".

 

 

Der Lebendige Rosenkranz

 

Als Pauline nach einigen Jahren unermüdlicher Arbeit für

dieses Werk nicht in den neu gegründeten Zentralrat gewählt

wurde, hat ihr religiöser Eifer sie bald zu einer neuen Aufgabe

angeregt. Durch das Rosenkranzgebet sollte der Himmel um

Gnade und Verzeihung bestürmt werden. Dieses seit

Jahrhunderten gepflegte Gebet war durch den Geist der damals

herrschenden so genannten Aufklärung fast völlig außer Übung

gekommen. Pauline aber hat sich überlegt: ''Wie gelingt es, die

Menschen zu bewegen, sich vom Rosenkranzgebet begeistern zu

lassen, das seit einiger Zeit zum Zeitvertreib von alten Leuten und

zum alleinigen Recht frommer Leute geworden ist?" Weil sie von

den Leuten, die damals zwölf und mehr Stunden zu arbeiten hatten,

nicht den ganzen Rosenkranz erwarten konnte, schlug sie

vor, täglich ein Gesätzchen zu beten.

Nach dem Vorbild des Werks der Glaubensverbreitung

organisierte sie Gebetsgruppen, zu denen statt der zehn

Mitglieder fünfzehn gehörten, die sich verpflichteten,

täglich ein bestimmtes für sie ausgelostes Gesätzchen zu beten. So

konnte an einem Tag der ganze Rosenkranz gebetet werden.

Durch die vielen Beter sollte eine Kette der Liebe um den ganzen

Erdkreis gespannt werden, durch die der Kirche immer wieder

neue Lebenskraft vermittelt wird. Darum hat Pauline diese

Gebetsgemeinschaft "Lebendiger Rosenkranz" genannt. Auch

dieser hat sich mit ungeheurerer Schnelligkeit auf der ganzen

Welt ausgebreitet und besteht bis heute.

 

 

Der prophetische Weitblick der Gründerin

 

"Lebendiger Rosenkranz" heißt diese Kette des Gebets auch

deshalb, weil in ihr die Gemeinschaft der Gläubigen erlebbar wird.

Wie schon bei der Gründung des Werks der Glaubensverbreitung

hat Pauline Jaricot auch beim Lebendigen Rosenkranz ein

Zeichen ihres prophetischen Weitblicks gesetzt. Denn er erweist

sich als ein Vorbild der Gebetsgruppen, von denen sich der

Heilige Vater eine Neu-Evangelisierung der Welt erwartet. Es ist,

als hätte Pauline Jaricot schon vor fast zweihundert Jahren seine

Botschaft im Apostolischen Schreiben über den Rosenkranz vom

16. Oktober 2002 geahnt, in der er das Beten in verschiedenen

Gruppen empfiehlt. Denn von Anfang wurden die Rosenkranz-

Geheimnisse monatlich in einer Gebetsrunde ausgelost.

 

Das Rückgrat dieser Gebetsgruppen sind die Förderer und

Förderinnen. Sie haben dafür zu sorgen, dass die Gruppe von

fünfzehn Betern immer vollzählig ist, die sie monatlich

zur Auslosung der Rosenkranzgeheimnisse einladen.

Schon seit der Gründung des Lebendigen Rosenkranzes

zeigen diese Treffen die Ordnung der heute entstehenden

Gebetsgruppen. Der Verfasser eines Handbuchs aus dem Jahr

1833 entgegnet dem Einwand, dass manche es schwierig finden,

zu diesen Treffen zu kommen, mit dem Hinweis auf die

Notwendigkeit, sich gegenseitig im Gebetsgeist zu stärken. Später

wurde angeordnet, dass alle Mitglieder zum Treffen einzuladen

sind, aber bei der Auslosung wenigstens zwei den Förderer

behilflich sein sollen.

 

Man beginnt mit der Anrufung des Heiligen Geistes. Dann liest

der Förderer/ die Förderin jeweils einen Namen aus der

Mitgliederliste vor. Ein Mitglied zieht einen der vorbereiteten

Zettel mit dem jeweiligen Geheimnis. Das ausgeloste Geheimnis

wird dann in das Monatskästchen der Liste eingetragen. Wenn

nicht alle Mitglieder an diesem Treffen teilnehmen können,

besprechen die anwesenden, wer den abwesenden das ausgeloste

Geheimnis mitteilt. Sie erfahren bei dieser Gelegenheit mehr über

den Grund ihrer Abwesenheit. Es kann sich um eine große Not

handeln, die beim nächsten Treffen als Gebetsanliegen

eingebracht werden kann. Bevor man auseinandergeht, wird das

Treffen mit einem Gebet zur Gottesmutter oder einem

Rosenkranz Gesätzchen für die beim Treffen zur Sprache

gekommenen Anliegen beendet.

 

 

Ein Leben für den Lebendigen Rosenkranz

 

Zeit ihres Lebens hat Pauline Jaricot die Sorge um den

Lebendigen Rosenkranz als ihr großes Anliegen gesehen. Im

Archiv in Lyon sind Tausende von Briefen aufbewahrt, in denen

sie die Mitglieder im Gebetseifer und im Einsatz für die Kirche

bestärkte. Sie hat alle Menschen m ihre Sorge mit

einbezogen, die guten, die mittelmäßigen und auch

solche, die nichts hatten als ihren guten Willen. Die

fünfzehn Mitglieder einer Gruppe hat sie mit Kohlen

verglichen: eine allein verglüht, alle zusammen werden zu einem

Brand, mit dem man die ganze Welt erwärmen kann. Alle fordert

sie auf: "Empor die Herzen! Jesus ist für alle gestorben. Warum

sollten wir unser Herz schwächen mit unnützen Sehnsüchten?"

 

So fühlten sich die Mitglieder des Lebendigen Rosenkranzes angeregt,

die "Ewige Anbetung" des Allerheiligsten Altarssakramentes

zu sichern, die in den folgenden Jahrzehnten in ganz Frankreich

zu einem guten Brauch geworden ist. Man sieht, dass die marianische

Frömmigkeit bei Pauline mit der eucharistischen

Frömmigkeit verbunden war, ein Beweis für ihre gute Theologie.

 

Ein Anliegen war für sie auch die Überwindung der von den

Freimaurern verbreiteten Gleichgültigkeit im Glauben. Sie erwartete

deshalb von jedem Mitglied des Lebendigen Rosenkranzes

eine jährliche Spende, die für die Verbreitung guter Bücher verwendet

wurde. So konnte im Jahr 1832 die Verteilung von 140 000

Büchern und Broschüren finanziert werden, außerdem von

24 000 religiösen Bildern, 19 000 Rosenkränzen und Kreuzchen,

sowie von 40 000 Medaillen.

 

Der Aufstand der Seidenarbeiter November 1831 war der

Anlass zu einer originellen Initiative. Pauline ließ 12 000 Medaillen

mit dem Bild der Mutter Gottes prägen und Zettel drucken mit

dem Gebet: "Maria, ohne Sünde empfangen". Diese ließ sie

sowohl an die aufständischen Arbeiter als auch an die Soldaten,

die den Aufstand niederschlagen sollten, verteilen. Die beiden

Parteien versöhnten sich. Die Nachricht über diesen Erfolg wurde

mitentscheidend für die massenhafte Prägung der so genannten

wundertätigen Medaille, die eineinhalb Jahre vorher der

Vinzentinerin Katharina Laboure in Paris geoffenbart worden

war. Es lässt sich kaum mit wenigen Worten sagen, wieviel Segen

vom gläubigen Vertrauen auf diese Medaille ausgegangen ist.

Zur Bewältigung der Arbeit hat Pauline Jaricot bald Helferinnen

unter den Mitgliedern des Lebendigen Rosenkranzes gefunden,

die sich zu einer losen Gemeinschaft zusammenschlossen. Für sie

hat ihre Schwester ein Haus auf halber Höhe des Fourviere-Hügels

erworben. Pauline nannte es ihr "Loreto".

 

 

Pauline Jaricot und die heilige Philomena

 

Die rastlose Arbeit, verbunden mit Bußübungen und Gebet oft

bis in die Nacht hinein, haben Pauline so zugesetzt, dass sie

ernstlich erkrankte. Sie erhoffte sich Heilung durch eine schon

lange geplante Wallfahrt nach Rom und nach Mugnano bei

Neapel, wo die Gebeine der heiligen Philomena verehrt

werden.

 

Am 25. Mai 1802 war in der Priscilla-Katakombe in Rom bei

Restaurierungsarbeiten das Grab eines Mädchens von etwa vierzehn

Jahren entdeckt worden. Die Grabnische war mit drei

gebrannten Ziegeln verschlossen. Die Inschrift lautete:

Pax Tecum Filumena. Die Zeichen, die auf die Tafeln gemalt

waren, eine Palme, drei Pfeile, zwei Anker, eine Geißel und eine

Lilie, ließen darauf schließen, dass es sich um eine

jungfräuliche Märtyrin handelte. Die Gebeine Philomenas

wurden zunächst in die römische Kustodie der heiligen Reliqien

verbracht. Dort blieben sie verborgen liegen, bis im Juli 1805 dem

Priester Francesco di Lucia erlaubt wurde, sie in seine Heimat

Mugnana zubringen. Schon auf dem Weg und später in Mugnano

geschahen nach Anrufung Philomenas Wunder über Wunder.

Papst Leo XII. war davon so beeindruckt, dass er die Feier der heiligen

Messe zu Ehren der heiligen Philomena erlaubte. Papst

Gregor XVI. genehmigte das Stundengebet zu Ehren der Heiligen.

 

Der Ruf der Wunder, die auf ihre Fürbitte geschehen,

erreichte Frankreich erst im Jahr 1615. Barmherzige Brüder vom

Orden des heiligen Johannes von Gott, die Spenden für den

Wiederaufbau ihrer in den Revolutionswirren zerstörten

Einrichtungen erbettelten, haben dabei überall die "Klage der

heiligen Philomena" gesungen. Ihr Oberer, Pater von

Mongallone, hat auf seiner Reise gastliche Aufnahme bei der

reichen Familie Jaricot gefunden. Die damals sechzehnjährige

Pauline erbat sich von ihm eine Philomena-Reliquie.

 

Jetzt in ihrer großen Not erhoffte sie sich das Wunder ihrer

Heilung bei den Reliquien der heiligen Philomena. Auf dem Weg

nach ·Mugnano wollte sie vom Papst Gregor XVI. den Segen für

den Lebendigen Rosenkranz erbitten. Als sie in Rom ankam, war

sie für den Weg in den Vatikan zu schwach. Da kam der Papst

selber in ihr Quartier im Kloster Trinita dei Monte über der

berühmten Spanischen Treppe. Etwas erholt, machte sich Pauline

auf den Weg nach Mugnano. Mit großer Mühe musste man sie aus

der Kutsche herausheben, auf einen Tragstuhl setzen und so zum

Reliquienschrein der heiligen Philomena tragen. So nahm sie an

den Gottesdiensten teil. Als am Abend des folgenden Tages der

Priester den Segen mit dem Allerheiligsten gab, spürte sie

plötzlich eine ungewöhnliche Kraft in sich. Sie erhob sich und war

völlig geheilt. Nach Rom zurückgekehrt, blieb sie auf Wunsch des

Papstes ein Jahr lang dort, um sich zu prüfen, ob die Heilung

endgültig war.

 

Über eine nochmalige Begegnung mit dem Papst schrieb sie 1838

in einem Rundbrief: "Der Stellvertreter Christi hatte die Güte, die

heilige Philomena zu unserer Schutzpatronin zu erklären. Als wir

uns zu Füßen seiner Heiligkeit niederwarfen, hat er mit herzlicher

Bewegtheit seine Arme ausgebreitet und gesagt: "Jetzt stehen alle

Mitglieder des Lebendigen Rosenkranzes unter dem Schutz der

heiligen Philomena".

Wenn auch die Vatikanische Ritenkongregation 1961 beschloss,

dass der Gedenktag der heiligen Philomena aus dem

Liturgischen Kalender gestrichen wird, bedeutet das noch nicht,

dass die Verehrung der heiligen Philomena verboten wurde.

Ihr zu Ehren dürfen die Texte aus den Messen für Märtyrer

ausgewählt werden und zwar an allen Orten, wo eine

besondere Verehrung der heiligen Philomena eingeführt ist. Der

r Mugnano zuständige Bischof von Nola bemüht sich um die

Anerkennung eines besonderen Meßformulars zu ihren Ehren.

Die Mitglieder des Lebendigen Rosenkranzes dürfen wie Pauline

Jaricot auf die Fürbitte der heilige Philomena als der Patronin

ihrer Gebetsgemeinschaft vertrauen.

 

 

Pauline Jaricot, die heilige Philomena und der heilige

Pfarrer von Ars

 

Über die Verehrung der heiligen Philomena durch Johannes Maria

Vianney, den heiligen Pfarrer von Ars, wird in vielen

Lebensbeschreibungen ausführlich berichtet. Aber nur kurz wird

erwähnt, welche Rolle dabei Pauline Jaricot gespielt hat. Vianneys

Lehrer Balley hatte ihn in die Familie Jaricot eingeführt. Pauline

hat ihm gegenüber von Philomena erzählt, deren Ruhm die

Barmherzigen Brüder in allen Städten Frankreichs verkündeten,

und ihm einen Teil der Reliquie geschenkt, die sie vom Oberen

der Barmherzigen Brüder erhalten hatte.

Wann Vianney begonnen hat, die heilige Philomena zu

verehren, ist sein Geheimnis. So still hat die kleine Heilige ihren

Weg nach Ars gefunden. Den frommen Priester Vianney sollte die

herzlichste und innigste Freundschaft mit der himmlischen

Seligen verbinden. Seinerseits war es ein unaufhörliches Anrufen,

ihrerseits ein fühlbares Beistehen. Alle Wunder, die sich während

seines Wirkens ereigneten, hat er als Erhörung bei seiner lieben

"Geschäftsführerin beim lieben Gott" erklärt. Diese Wunder

waren so zahlreich, dass er sich bei der heiligen Philomena

beklagte und sie bat, diese doch fern von Ars und

bei verschlossenen Türen zu wirken.

Die Dankbarkeit des heiligen Pfarrers für das von Pauline übergebene

Geschenk der Reliquie blieb bis zu seinem Tod bestehen. Als

Herzenskenner hat er manches Sorgenkind an sie verwiesen. Sie

ihrerseits hat noch fünf Monate vor seinem Tod in ihrer

persönlichen Not Trost und Segen empfangen.

 

 

Die letzten Lebensjahre

 

Den prophetischen Weitblick, den wir im Zusammenhang mit der

Gründung des Werks der Glaubensverbreitung und des

Lebendigen Rosenkranzes bei Pauline Jaricot feststellen, sehen

wir auch in ihrer Sorge für die Menschen, die bei der

aufblühenden Industrialisierung in den Fabriken arbeiteten.

Lange Arbeitszeiten und geringe Entlohnung wurden zum

Zündstoff für Aufstände. Die Julirevolution 1830 und die ihr

folgenden Aufstände gingen Pauline so zu Herzen, dass sie plante,

den Arbeitern das Ideal eines christlich geführten

Industrieunternehmens beispielhaft aufzuzeigen. Sie war mit

diesem Gedanken ihrer Zeit weit voraus. Hundert Jahre später hat

1931 Papst Pius XI. in seinem Rundschreiben zur Erinnerung an

das 40-jährige Jubiläum des Sozialrund-schreibens "Rerum

Novarum" von Papst Leo XIII. im Jahre 1891 die Ideen von

Pauline Jaricot fast wörtlich aufgegriffen. Er beklagt, daß die

Massenerscheinung des Proletariats gegenüber einem kleinen

Kreis von Überreichen ein Beweis dafür ist, dass die Erdengüter,

die in unserem Zeitalter des so genannten Industrialismus in so

reicher Fülle erzeugt werden, nicht richtig verteilt sind. Wörtlich

schreibt er: "Darum ist mit aller Macht und Anstrengung dahin zu

arbeiten, dass wenigstens in Zukunft die neu geschaffene

Güterfülle nur in einem billigen Verhältnis bei den besitzenden

Kreisen sich anhäufen, dagegen in breitem Strom der

Lohnarbeiterschaft zufließt".

Pauline Jaricot hat mit den Ersparnissen der Arbeiter, die ihr das

Vertrauen geschenkt hatten, ein Eisenhüttenwerk gekauft, an

dessen Erträgnissen diese beteiligt werden sollten. Doch ihr

Bevollmächtigter Gustave Perre, ein schlauer und heuchlerischer

Verschwender, hat die riesigen Summen bis auf den letzten

Franc veruntreut.

Jetzt war Pauline nicht nur finanziell ruiniert, sondern auch noch

vom Gericht für die Verluste der Sparer haftbar gemacht worden.

Die wenigen reichen Gläubiger bedrohten sie unaufhörlich mit

Klagen, Drohungen und Schmähbriefen. Die vielen armen

Gläubiger schwiegen zu ihrem Verlust. Aber ihre stumme

Verzweiflung erlebte sie als die entsetzlichste Anklage. Krank und

fiebernd machte sie sich auf, um vier Jahre lang quer durch ganz

Frankreich Spenden zu erbetteln, um den kleinen Sparern

wenigstens einen Teil ihrer Einlagen zurückzuzahlen.

 

Gerade in ihren alten Tagen schien sich die ganze Weh gegen sie

verschworen zu haben. Um nicht verhungern zu müssen, ssie

vom Morgen bis zum Abend über ihre Handarbeit gebeugt.

 

Am 9. Januar 1862 endete dieses Leben. Von ihren Freunden

verraten, geliebt nur von wenigen ist sie zu Gott heimgegangen.

Nur wenige gaben ihr ein armseliges letztes Geleit. spät

erst erkannte man die Seelengröße dieser Frau. 1930 wurde der

Seligsprechungsprozeß eingeleitet. Am 13. Februar 1935 wurden

ihre Gebeine aus der Familiengrabstätte im historischen Friedhof

Loyasse in die Kirche Samt Nizier übertragen und neben dem

Altar Unserer Lieben Frau von der Gnade beigesetzt, an dem

sie mit sechzehn Jahren das Gelübde der Jungfräulichkeit

abgelegt hatte.

 

Am 25. Februar 1963 hat Papst Johannes XXIII. das Dekret über

ihre heroischen Tugendakte unterschrieben. Papst Johannes Paul

II. hat bei seinem Pastoralbesuch in Lyon am 5. Oktober 1986

die Initiativen von Pauline Jaricot gewürdigt, durch die die

Heiligkeit und missionarische Ausstrahlung der Kirche

beispielhaft aufleuchtet.

Msgr. Alois Frischholz

 

 

Der Lebendige Rosenkranz in der Diözese Passau

 

Als 1862 Pauline-Marie Jaricot starb, hatte der Lebendige

Rosenkranz allein m Frankreich 2.250.000 Mitglieder.

Die Bewegung breitete sich bald in den angrenzenden Ländern

aus und erreichte wohl noch zu Lebzeiten von P.-M. Jaricot auch

die Diözese Passau. Eine erste schriftliche Nachricht haben wir

aus der Pfarrei Passau-St. Bartholome, wo bereits 1865 e1ne

Gebetsgemeinschaft des Lebendigen Rosenkranzes bestand.

Diese Rosenkranz-Gebetsgemeinschaften haben sich rasch über

die ganze Diözese hin verbreitet und über 100 und mehr Jahre in

den Pfarreien allein durch Laienförderer/ innen bis auf den heutigen

Tag erhalten. Zurzeit bestehen im Bistum Passau in 20

Pfarreien Gebetsgemeinschaften des Lebendigen Rosenkranzes

mit etwa 1000 Mitgliedern.

 

Lange Zeit wurde der Lebendige Rosenkranz von Regensburg aus

betreut, zuletzt seit 1990 von Pfarrer i. R. Alois Frischolz und

Frau Notburga Neeser. Mit Dekret vom 1.5.2003 hat Bischof

Wilhelm Schram! Dompropst Lorenz Hüttner zum Direktor der

Gebetsgemeinschaft "Lebendiger Rosenkranz" für die Diözese

Passau ernannt und mit Schreiben vom 25.10.2003 vom

Provinzial der Dominikaner für Süddeutsche und Österreich

bestätigt.

Lorenz Hüttner, Dompropst i. R.

 

 

Rosenkranzgeheimnisse

 

Der freudenreiche Rosenkranz

 

Jesus, den du, o Jungfrau, vom Heiligen Geist empfangen hast

Jesus, den du, o Jungfrau, zu Elisabet getragen hast

Jesus, den du, o Jungfrau, (in Betlehem) geboren hast

Jesus, den du, o Jungfrau, im Tempel aufgeopfert hast

Jesus, den du, o Jungfrau, im Tempel wiedergefunden hast

 

 

Der lichtreiche Rosenkranz

 

Jesus, der von Johannes getauft worden ist

Jesus, der sich bei der Hochzeit in Kana offenbart hat

Jesus, der uns das Reich Gottes verkündet hat

Jesus, der auf dem Berg verklärt worden ist

Jesus, der uns die Eucharistie geschenkt hat

 

 

Der schmerzhafte Rosenkranz

 

Jesus, der für uns Blut geschwitzt hat

Jesus, der für uns gegeißelt worden ist

Jesus, der für uns mit Dornen gekrönt worden ist

Jesus, der für uns das schwere Kreuz getragen hat

Jesus, der für uns gekreuzigt worden ist

 

 

Der glorreiche Rosenkranz

 

Jesus, der von den Toten auferstanden ist

Jesus, der in den Himmel aufgefahren ist

Jesus, der uns den Heiligen Geist gesandt hat

Jesus, der dich, o Jungfrau, in den Himmel aufgenommen hat

Jesus, der dich, o Jungfrau, im Himmel gekrönt hat

 

 

 

Der trostreiche Rosenkranz

 

Jesus, der als König herrscht

Jesus, der in seiner Kirche lebt und wirkt

Jesus, der wiederkommen wird in Herrlichkeit

Jesus, der richten wird die Lebenden und die Toten

Jesus, der alles vollenden wird

 

 

Aufgaben der Mitglieder und Förderer/innen des

Lebendigen Rosenkranzes

 

1. Mitglieder

Der Lebendige Rosenkranz ist eine Gebetsgemeinschaft, in der

fünfzehn, zwanzig oder fünfundzwanzig gläubige Christen sich

verbinden, die täglich ein Gesätzchen des Rosenkranzes beten. So

wird täglich der ganze aus fünfzehn, zwanzig oder fünfundzwanzig

Gesätzchen bestehende Rosenkranz - auch Psalter genannt -

von den Mitgliedern zusammen gebetet.

Jedes Mitglied betet betrachtend einen Monat lang das

Gesätzchen, das ihm durch das Los bestimmt wird. Beim ersten

Gesätzchen wird der Gewohnheit gemäß auch das Eingangsgebet

gebetet (Glaubensbekenntnis, Vater unser, drei Gegrüßet seist du

Maria). Für die Auslosung der Gesätzchen sind die Förderer

zuständig.

Wer das Gesätzchen nicht betet, begeht keine Sünde. Wer wenigstens

einen Monat lang alle Tage sein Gesätzchen gebetet hat,

kann (unter den gewöhnlichen Bedingungen) einen vollkommenen

Ablass an folgenden Tagen gewinnen:

 

1. am Tag des Eintritts

2. am Fest der ohne Erbsünde empfangenen Jungfrau und

Gottesmutter Maria (8. Dezember)

3. am Fest der Geburt des Herrn (25. Dezember)

4. am Fest der Darstellung des Herrn (2. Februar)

5. am Fest der Verkündigung des Herrn (25. März)

6. am Fest der Auferstehung des Herrn

7. am Fest der Aufnahme Mariens in den Himmel (15. August)

8. am Fest Unserer Lieben Frau vom Rosenkranz (7. Oktober)

 

Darüber hinaus haben alle Mitglieder des Lebendigen

Rosenkranzes im Leben und Sterben die Vergünstigung der

Teilnahme an allen heiligen Messen, Gebeten und Verdiensten

des Dominikanerordens.

2. Förderer

Das Rückgrat des Lebendigen Rosenkranzes sind die Förderer. Sie

sorgen dafür, dass ihre Gruppe vollzählig ist. Wenn ein Mitglied

ausscheidet, bemühen sie sich um die Werbung eines neuen

Mitglieds. Bis ein solches gewonnen ist, sollten sie das

betreffende Gesätzchen selber beten.

Am Anfang jedes Monats sollten sie die Mitglieder ihrer Gruppe

zur Auslosung der Rosenkranz Gesätzchen einladen, an der neben

den Förderer wenigstens drei Mitglieder teilnehmen. Man

beginnt mit einem Gebet zum Heiligen Geist. Dann werden die

Gesätzchen ausgelost und in die Monatsrubrik der Liste

eingetragen. Anschließend wird besprochen, wer von den

anwesenden Mitgliedern den abwesenden mitteilt, welches

Gesätzchen für sie ausgelost worden ist. Mit einem Gebet zur

·Gottesmutter wird das Treffen abgeschlossen.

Sinnvoll kann in manchen Fällen auch die Auslosung der

Gesätzchen einmal im Jahr sein (im Rosenkranzmonat Oktober).

Die Mitglieder gehen dann beim Beginn eines neuen Monats zum

nächsten Gesätzchen über.

Ein Mitgliedsbeitrag wird nicht erhoben. Spenden werden erbeten

zur Deckung von Porto- und Materialkosten sowie für Stipendien

für eine heilige Messe beim Tod eines Mitglieds. Überschüssige

Beiträge sollen an den Direktor überwiesen werden zur Deckung

von Druck- und Portokosten sowie zur Verwendung für

caritative und andere kirchliche Zwecke, besonders für die

Weltmission.

3. Direktoren

Die Direktoren leiten die einzelnen Vereine. Sie ernennen die

Förderer. Von Zeit zu Zeit versammeln sie diese, um ihren Eifer

anzuspornen. Sie sorgen für die Feier von Vereinsfesten.

Zu Direktoren werden Priester durch den zuständigen Provinzial

der Dominikaner ernannt. Die Rektoren von kanonisch

errichteten Rosenkranzbruderschaften sind ohne weiteres auch

Direktoren des Lebendigen Rosenkranzes.


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Schmid Franz Georg

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